06. August 2012  Kreisverband, Start

MDB Michael Schlecht zu Gast bei den Kreisverbänden DGB und Die Linke

Warnung vor einem Zerfall des Euro


Der Chefökonom und Mitglied des Bundestags für die Partei Die Linke war auf Einladung der DGB- und Linkspartei Kreisverbände zu Gast im Kapuziner in Rottweil.

In seinem Vortrag warnte er ausdrücklich vor einem Zerfall der Euro – Zone, welcher die BRD als Exportland Nr. 1 in Europa und insbesondere die südlichen Bundesländer Baden – Württemberg und Bayern mit ihrer exportorientierten Industrie hart treffen würde!

Michael Schlecht warnte, die Kosten für deutsche Produkte würden sich aufgrund der starken Bewertung der eigenen Währung um ca. 30% erhöhen, wodurch sich die Exportgüter massiv verteuern und im EU – Wirtschaftsraum kaum mehr absetzbar wären.

Als Folge drohte ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von bis zu 10% – auch hier in der Region!

„Wenn ein Land wie Deutschland seit über 10 Jahren derart dominant Exportüberschüsse produziert, ist dies in der Euro – Zone volkswirtschaftlich höchst gefährlich! Denn bei den Nachbarn summieren sich hierdurch Defizite zu Schuldenbergen.“

In der Folge würden nun europaweit die sozialen Standards massiv gedrückt. Michael Schlecht macht hierfür die etablierten Parteien im Bundestag mit verantwortlich, die in unterschiedlichen Regierungskonstellationen durch eine Politik des Sozialabbaus europaweit den Vorreiter gespielt haben.

Es forderte ein Umdenken in der herrschenden Politik und erneuerte die Forderung der Linkspartei und der Gewerkschaften nach einer höheren Besteuerung reicher Vermögen und einer Demokratisierung der Finanzwelt.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Teilnehmer im voll besetzten Kapuziner- Cafe` und forderten die Organisatoren zu weiteren Aktionen zu den Folgen des Fiskalpaktes in der Region Rottweil auf.

Autor: Markus Klemt

10. Juli 2012  Allgemein

Veranstaltung in Rottweil mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht

21.Juli 2012 ab 14.00 Uhr im Kapuziner, Rottweil, Neutorstrasse 6

Viele von uns sind verärgert, weil die derzeitige Politik immer astronomischere Schulden aufhäuft um „notleidende Banken“ zu retten.

Hierbei ist es zweitrangig ob diese angeblich „systemrelevanten“ Bankkonzerne Tausende von Milliarden mit „Finanzprodukten“ verspielen, welche sich später als wertlos erweisen, oder ob sie derartige Summen an offensichtlich korrupte politische Systeme verleihen.

In beiden Fällen werden die entscheidenden Manager von der Gier getrieben, ihre persönlichen Einkommen ins Maßlose zu steigern, bis über eine Million Euro monatlich.
Und in beiden Fällen übernehmen die entscheidenden Manager keinerlei Verantwortung für ihr Handeln. Sie verlassen allenfalls mit  Millionenabfindungen ihre heruntergewirtschafteten Unternehmen.
die Zeche zahlen schlussendlich 99,9 Prozent der Menschen im Land:
Immer höhere Steuern und Sozialabgaben,
häufig niedrigere Realeinkommen,
niedrigere Renten,
Schlechtere Sozialleistungen, ausufernde Staatsschulden mit der Gefahr extremer Wirtschaftskrisen.
Alles für die schier grenzenlose Bereicherung ganz weniger, welche ihre exorbitanten Vermögen weitestgehend ins Ausland schaffen.
Dagegen wendet sich unsere Partei, Die Linke.
Im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins im Kapuziner hält der Wirtschaftswissenschaftler und Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht hierzu einen Vortrag, einschließlich neuester Informationen aus dem Deutschen Bundestag.Anschließend können wir über dieses Thema diskutieren. Die Bewirtung erfolgt durch die Mitarbeiter des Kapuziner.

Auch Ihre Kinder sind gern gesehene Gäste. Wir haben uns zu ihrer Unterhaltung etwas einfallen lassen.

Wer sich vorab über Michael Schlecht und den Inhalt des Vortrags noch genauer informieren möchte kann dies im nachfolgenden Artikel tun.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Autor: Mathias
Keuthen

09. Juli 2012  Start
Vortrag des Bundestagsabgeordneten Michael Schlechthhhhhhhhhhhh
Im Kapuziner, Rottweil, Neutorstrasse 6
21. Juli 2012 ab 14.00 Uhr

Informationen zum Vortrag

Der Wirtschaftswissenschaftler und Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht erläutert die Spekulantenrettungsschirme ESM und EFSF, die Bankenbereicherung durch die Zentralbankpolitik sowie die Entmündigung der Parlamente durch den Fiskalpakt.

Er zeigt wie die Krise für die meisten Menschen durch Finanzmarktliberalisierung und Sozialabbau in Deutschland wesentlich mitverursacht wurde, während einige wenige hierdurch sogar extrem profitiert haben.

Banker können seither mit fremdem Geld, auch mit Steuergeldern, hochriskante Spekulationsgeschäfte tätigen.  Hierfür werden sie, solange es gut geht, mit Einkommen von vielen Millionen Euro bereichert. Geht es schief, so verlassen Pleitebanker allenfalls ihren Arbeitsplatz, fast immer mit millionenschweren Abfindungen. Die Verluste in Höhe von Hunderten Milliarden Euro werden unter dem Vorwand der Systemrelevanz einzelner Bankkonzerne den Menschen im Land aufgebürdet. Sie zahlen mit höheren Steuern und Sozialabgaben sowie dem Abbau von Sozialleistungen bis hin zur Altersarmut.

Der Sozialabbau dient aber nicht nur dem direkten Verlustausgleich der Finanzmärkte. Um das „Vertrauen der Märkte“ zu gewinnen, wird mittels Sozialabbau der Arbeitsmarkt zu Lasten der Arbeitnehmer und zugunsten der Arbeitgeber manipuliert. Die Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld 1 und der Ersatz der Arbeitslosenhilfe durch die Armutsgarantie Hartz 4 haben die dramatische Senkung der Realeinkommen in den unteren Lohngruppen überhaupt erst ermöglicht.

Dieser Sozialabbau geht Hand in Hand mit einer neoliberalen Arbeitsmarktpolitik mit dem Ziel, den Einfluss der Gewerkschaften als Vertreter der Arbeitnehmer zu schwächen.

Der Abschluss von immer mehr befristeten Arbeitsverträgen wird wohlwollend toleriert, da befristete Arbeitnehmer es nicht einmal bei gewerkschaftlicher Organisation riskieren können ihre Rechte durchzusetzen, sofern sie eine Vertragsverlängerung wünschen.
Von der neoliberalen Politik wird auch wohlwollend toleriert , dass immer mehr Arbeiten über Werkverträge an ausländische Subunternehmer oder „selbständige“ Einzelpersonen vergeben werden. Die Angestellten ausländischer Subunternehmer und  „selbständige“ Einzelpersonen werden durch das deutsche Arbeitsrecht völlig unzureichend geschützt, Gewerkschaften haben kaum Chancen sich für sie einzusetzen.

Es ist offensichtlich, dass mit der „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes nichts anderes gemeint ist als die Entrechtung der Arbeitnehmer.

Jetzt droht durch ESM, ESFS und Fiskalpakt sogar die endgültige Entmachtung der
parlamentarischen Demokratie zugunsten einer Diktatur weniger Finanzmarktakteure. Die Werkzeuge dieser Finanzmarktakteure sind die von Ihnen
gesteuerten Politiker und Manager.

Die Linke ist die einzige  Partei in Parlamenten und Landesregierungen welche sich gegen diese Gefahr einer erneuten Diktatur wendet. Ihre aktuelle Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Entmachtung der Parlamente wird erläutert.

Informationen zum Redner


Privat

  • geboren am 25. Juni 1951 in Hildesheim, aufgewachsen in Hamburg
  • lebt in Stuttgart zusammen mit seiner Frau und 2 Töchtern

Berufliche Etappen

  • 1966 Mittlere Reife, Ausbildung zum Drucker, Zivildienst
  • 1973 Wechsel nach Westberlin, bis 1980 Studium Druck-Ingenieur, Tätigkeit
    als Verlagshersteller, Studium Volkswirtschaft an der FU Berlin.
  • 1980 Wechsel nach Stuttgart, bis 2001 in der Tarifpolitik der IG Druck und
    Papier, ab 1989 der IG Medien tätig. In den achtziger Jahren insbesondere
    beteiligt an den Kämpfen zur Durchsetzung der 35-Stunden-Woche.
  • 1990/91 verantwortlich Beauftragter für die Tarifpolitik in der DDR –
    zunächst beratend – bzw. den neuen Bundesländern.
  • Seit 2001 beruflich tätig als Chefvolkswirt beim ver.di-Bundesvorstand in Berlin

Politische Etappen

  • 1980 bis 1982 Beteiligung am Aufbau der DS (Coppik/Hansen)
  • 1982 Eintritt in die SPD nach Scheitern der DS
  • 2004 Unterstützung der Wahlalternative 2006 bzw. dann der WASG
  • 2005 Austritt aus der SPD und Eintritt in die WASG im Wahlkampf
  • 2006 Wahl zum Mitglied im Bundesvorstand der WASG
  • seit Juni 2007 Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE
  • September 2009 Einzug in den Bundestag auf Listenplatz 4 der Landesliste
    Baden-Württemberg der Partei DIE LINKE.

Mitgliedschaften und Engagement:

  • DIE LINKE, Mitglied im Parteivorstand und gewerkschaftspoltischer Sprecher
  • Gewerkschaft ver.di
  • ADFC – Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V

Autor: Mathias
Keuthen

Veranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht, am 21.Juli 2012 ab 14.00 Uhr, im Kapuziner, Rottweil, Neutorstrasse 6

09. Juli 2012  Pressemitteilungen

Gregor Gysi fordert Ende des Spardiktats

21. Juni 2012  Videos

Die Linke hat fünfjähriges Jubiläum

21. Juni 2012  Meldungen, Pressemitteilungen

Am 16. Juni 2007 entstand in Berlin durch die Verschmelzung von Linkspartei und WASG die Partei DIE LINKE. Anlässlich des fünften Jahrestags der Gründung erklären die Vorsitzenden der Partei DIE LINKEN, Katja Kipping und Bernd Riexinger:

Wir haben vor fünf Jahren gemeinsam eine Partei gegründet, weil wir die Konsequenzen aus einer Vielzahl von Kämpfen, Erfolgen und Niederlagen der politischen Linken ziehen wollen. Wir stehen für eine neue soziale Idee.

Wir haben diese Partei selbstbewusst DIE LINKE genannt, weil Ganzen Beitrag lesen »

Merkel sollte Betreuungsgeld vom Tisch nehmen

21. Juni 2012  Meldungen, Pressemitteilungen

Die stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Caren Lay hält das Betreuungsgeld für gescheitert und rät Kanzlerin Merkel dazu, das Gesetzesprojekt vom Tisch zu nehmen. Caren Lay erklärt:

Das Betreuungsgeld wird immer mehr zum Lehrstück des Scheiterns einer falschen Idee. Die Debatte darum verhindert ernsthafte Bemühungen um einen Ausbau der Kitaplätze und bringt immer skurrilere Verrenkungen auf der Seite der Regierungsparteien hervor. Der Vorschlag, dass Eltern mit dem Betreuungsgeld über Riesterverträge an der Börse spekulieren sollen, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Ganzen Beitrag lesen »

Leserbrief zum Artikel „Schlecker ist Geschichte“ vom 1. Juni 2012 in der Schwäbischen Zeitung

14. Juni 2012  Leserbriefe

Sehr geehrte Frau Schuhbauer, Ihr Leitartikel zu der endgültigen Insolvenz der Drogeriekette Schlecker wird der Sachlage nicht gerecht. Sie schreiben in der Überschrift „Schlecker ist Geschichte“. Das ist nicht der Fall: Die arbeitslosen Angestellten werden lange an der seelischen Belastung leiden, die ein solch langer Prozess von Entlassung mit sich bringt. Es ist eben nicht ausgemacht, wie schnell und unter welchen Bedingungen sie neue Arbeit bekommen werden. Ganzen Beitrag lesen »

1. Mai 2012: Gute Arbeit – gute Löhne – soziale Sicherheit – Überfluss besteuern

23. April 2012  Allgemein, Meldungen

Kommt alle mit zu den Veranstaltungen der Gewerkschaften und der LINKEN zum 1. Mai. Es ist wichtig, ein machtvolles Zeichen für gute Arbeit, gute Löhne und soziale Sicherheit in Europa zu setzen. Ob hier oder anderswo – der Ruf sollte laut zu hören sein: Wir zahlen nicht für eure Krise! Guter Lohn für gute Arbeit – für eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.

Übersicht über die DGB-Mai-Veranstaltungen vor Ort: http://suedbaden.dgb.de/termine Ganzen Beitrag lesen »

Hans Ulrich Bünger wird Ehrenvorsitzender des KV Schwarzwald – Baar – Heuberg

19. März 2012  Kreisverband, Meldungen

Eine besondere Ehrung wurde dem aus Baiersbronn stammenden, ehemaligen Bundes.- und Landtagskandidaten des Wahlkreises Tuttlingen – Rottweil zuteil, als er am vergangenen Dienstag, von den derzeit amtierenden Kreisvorständen, zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Unter Beifall der anwesenden Genossen, dankten sie ihm für sein langjähriges Engagement innerhalb der Partei.

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